Tierklinik Mühlhausen :: Dr. Ortmann und Dr.Stief ::
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08/10 2011

"Unserem Charly" wurde geholfen

Weiterbildung TMFA 2011
Frau Ullrich von Firma Royal Canin


Am 08.10.2011 fand in Mühlhausen die zweite Weiterbildung im  Jahr 2011 für Tiermedizinische Fachangestellte und Tierarzthelferin statt. Diesmal stand das Thema “Charly muss operiert werden“ auf der Tagesordnung. Insgesamt kamen 43 Teilnehmer/innen zu diesem Highlight für die Helferinnen und Auszubildende aus Thüringen und Umgebung.

Der theoretische Teil erfolgte am Vormittag in der Medizinischen Fachschule für Gesundheit und Soziales “Johann- August- Röbling“ in Mühlhausen. Die Referenten Tierärztin Frau Sell (Firma Laboklin), Dr. Pfeil aus Jena, Dr. Kröll aus Erfurt und Dr. Ortmann aus Mühlhausen hatten spannende und unterhaltsame Vorträge für uns vorbereitet.

Nach einer schmackhaften italienischen Mahlzeit wurden am Nachmittag in der Mühlhäuser Tierklinik praktische Übungen durchgeführt. Es wurden die Funktionen und die Bedienungen   von Narkoseüberwachungsgeräten besprochen,  Intubationen an Modellen geübt,  Verbände bei Charly angelegt, Blutgruppen bei Hund und Katze bestimmt , das Legen einer Ösophagussonde an Hand eines Videos  demonstriert sowie das Fütterungsmanagement von Notfallpatienten besprochen.

Besonders das Anlegen der Verbände an Charly fand große Aufmerksamkeit. Er war bei allen Arten von Verbänden sehr geduldig und der Liebling der Nachmittagsvorstellung.

Für die Unterstützung dieser gelungenen Veranstaltung bedanken wir uns bei den Firmen Boehringer Ingelheim, Laboklin und Royal Canin (insbesondere Referentin Tierärztin Frau Ulrich).

Außerdem danken wir dem bpt- Landesverband Thüringen für die Ausrichtung der schönen Veranstaltung.

Wir hoffen, auch demnächst Charly wieder helfen zu können.   

 

Julia Langer

Tierarzthelferin                                                                  


Ein paar Einblicke in die Nachmittagsveranstaltung

Weiterbildung TMFA 2011
Blutuntersuchung mit Laboklin
Weiterbildung TMFA 2011
Unser "Charly" ganz tapfer
Weiterbildung TMFA 2011
Die TMFA ganz interessiert
Weiterbildung TMFA 2011
Die ersten Übungen waren sehr kreativ
Weiterbildung TMFA 2011
Frau Ullrich informiert über Sondennahrung
Weiterbildung TMFA 2011
Auch ein Pfotenverband muß gelernt sein
Weiterbildung TMFA 2011
Es waren alle sehr aufmerksam, aber Charly wollte lieber gestreichelt werden
Weiterbildung TMFA 2011
"Oje der arme Charly"

Neue Tierärztinnen zur Verstärkung unseres Teams

Seit dem 01.04.2011 haben wir zur Verstärkung unseres Teams zwei neue Tierärztinnen zu unserem Team dazu gewinnen können.


Tierärztin Cordula Schulz absolvierte ihr Studium an der Universität Giessen und freut sich auf die neuen beruflichen Aufgabenstellungen.



Tierärztin Natalie Hahn absolvierte ihr Studium an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und ist bereit sich um Ihre Lieblinge zu kümmern.

 

 

 

Tierärztin Cordula Schulz
Tierärztin Cordula Schulz
Tierärztin Natalie Hahn
Tierärztin Natalie Hahn

Ihre Arbeitsschwerpunkte in unserer Klinik werden die tägliche Diagnostik, aber auch Bereiche der Inneren Medizin und Chirurgie sein.

Wir haben Frau Schulz und Frau Hahn als sehr nette Kolleginnen kennen gelernt und wünschen ihnen viel Erfolg.


28/01 2011

Endoskopische Kastration



Seit 2010 führen wir auch eine endoskopische Kastration bei Hündinnen durch.Mehr...


09/04 2009

"Happy End"

Frau Schirmer bei der Nachbehandlung
Freda mit ihrer Familie



Dies ist eine Geschichte voller Leid, Hoffnung und auch Glück:

Am Dienstag Nachmittag wurde uns eine schwarze Labrador Hündin durch die Tierrettung in unsere Klinik gebracht.

Die völlig verängstigte Hündin war trotz ihrer starken Schmerzen sehr lieb und suchte gleich den Kontakt zu uns "Fremden". Erst nach einer Sedierung haben wir dann das ganze schreckliche Ausmaß ihrer Verletzungen sehen können. Überall waren Kratzer und Läsionen. Ihre Hinterläufe waren total zerbissen, wodurch das eine Bein doppelt so stark angeschwollen war, als das Andere. Auch unter der Brust zeigte sich eine offene Wunde. Diese mußte aufgefrischt und genäht werden. Sie war von Kopf bis Fuß lädiert. Während sie schlief war es dann auch an der Zeit zu kontrollieren, ob sie eine Kennzeichnung besitzt. Die erste Kontrolle nach einer Tätovierung im Ohr war negativ. Schade.

Dann mit einem Transponder- Lesegerät (um einen Mikrochip zu lesen) die nächste Kontrolle- und siehe da- es gab eine Chip- Nummer. Nun waren wir der Hoffnung nahe, das uns nur noch ein Telefonat mit dem Deutschen Haustierregister vom Besitzer der Hündin trennt. Also riefen wir dort an, doch leider konnten dort keine Einträge zu der ermittelten Chip-Nummer gefunden werden. Dies war sehr enttäuschend für uns und nahm uns jetzt auch die letzten Hoffnungen den Besitzer der Hündin ausfindig zu machen. Jedoch waren wir uns von Anfang an einig, dies ist keine Hündin, die schon Tage lang durch dir Gegend lief, oder vor längerer Zeit ausgesetzt wurde. Sie war zwar ramponiert und stark verschmutzt, aber man konnte erkennen das es sich um ein gepflegtes Tier handelt. Ihr Ernährungszustand war sehr gut und nach späterer Erfahrung war sie auch total gut erzogen.

Gegen Abend, als die Sedierung wieder abgeklungen war, gaben wir ihr dann frisches Wasser und ein leckeres Abendbrot.

Am folgenden Tag war die kleine Maus schon besser drauf. Klar, ihr taten die unzähligen Verletzungen weh, doch sie lief in ihrem Auslauf umher und freute sich über jeden Menschenkontakt, den sie hatte.

Nun war es auch schon an der Zeit, die Nachbehandlung in Angriff zu nehmen. Das erste was getan werden mußte: sie brauchte einen Namen. Wie sollte man sie denn ansprechen???

Wir hatten verschiedene Namensvorschläge: Bella, Bärbel... 
Bei Bärbel blieb dann die engere Auswahl. Aber unsere behandelnde Tierärztin Frau Schirmer schaute ihr in ihre braunen Augen und sagte "Sie sieht nicht aus wie eine Bärbel". So wurde von Neuem nach einem geeigneten Namen für die Labrador- Hündin gesucht. Wir kamen zu dem Entschluß sie "Frieda" zu taufen. In kürzester Zeit ist sie bei uns die Nummer eins geworden.

Es wurden sogar schon Pläne aufgestellt, wo sie die Osterfeiertage  verbringen wird.

Am Donnerstag klingelte allerdings dann das Telefon und wir hatten "Frieda's"  Frauchen in der Leitung. Sie bestätigte die Chip-Nummer und "Frieda" konnte so eindeutig identifiziert werden. Ihr Frauchen war überglücklich. Bereits am Telefon sagte sie uns schon, das unsere "Frieda" eigentlich "Freda" heißt. Kaum zu glauben, was für ein Zufall. Wir konnten das alle nicht glauben. Kurz nach dem Telefonat war sie mit ihren 2 Kindern auch schon da. Die Freude zwischen "Freda" und ihrer Familie war nicht zu übersehen. Alle waren überglücklich.

Jetzt ist Ostern gerettet. Auch hier in der Klinik sind alle sehr erleichtert, das "Freda" wieder in Ihrem Zuhause sein darf.

 


Dr. Widder
bei Frauchen auf dem Schoss

bei uns im Wartezimmer

Der etwas andere Patient

Am 10.04.2008 besuchte uns mal ein ganz anderer Patient. Es war das Hauskaninchen "Nicky".
"Nicky" ist ein ca. 8 kg schwerer, männlicher Dt. Widder und 5 Jahre alt.

Wir als Tierartzhelferinnen sind es gewohnt, solch ein Kaninchen in einer Transportbox entgegen zunehmen. Aber "Nicky" war kein Kaninchen für so eine Transportbox. Erstmal ist er ja doch ziemlich groß und zum anderen behagt es ihm nicht sonderlich in so einer Kiste. Er saß mit seinem Frauchen keine fünf Minuten bei uns im Wartezimmer und war schon die Attraktion des Tages. Dieser "riesen Schlapps" lag wie ein Baby in den Armen seines Frauchens und zog es vor in unserem Wartezimmer ein Mittagsschläfchen zu halten.
Rechts von ihm eine mauzende Katze, links von ihm ein bellender Hund. Aber "Nicky" störte das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil! Er gab uns das Gefühl, es könnte nichts besseres geben, als bei solch einem Ambiente ein Nickerchen zu machen.
"Nicky" kam zu uns, weil er eine starke Bindehautentzündung hatte. Auch eine kleine Hornhautverletzung war zu erkennen. Durch diese Erkrankung durften wir nun den "Wunderhasen" einmal die Woche sehen. Und immer wieder war es ein faszinierender Anblick. Nicht nur für unser Team, sondern auch für die anderen Patientenbesitzer. Man fragte wahrscheinlich sehr oft, warum er denn eine Narkose bekommen hatte! Dabei ist "Nicky" einfach so relaxt.
Nach der fast sechs wöchigen Behandlung ging es ihm schon um einiges besser.
Man kann echt behaupten, dass war mal ein ganz andere Patient!!!



5.06.08