Tag der Katze 2018
3. Juli 2018

Der Herbst ist gekommen und viele einheimische Tiere bereiten sich auf den Winter vor. Besonderes Augenmerk gilt dem Igel, der den Winter normalerweise eingemummelt in dickes Laub verschläft. Wenn man jetzt einen Igel sieht, stellt sich häufig die Frage –

Bedarf er unserer Hilfe?

Ist der Igel krank oder verletzt, lautet die Antwort unzweifelhaft ja. Kranke Igel benötigen auf jeden Fall Hilfe und spezielle Pflege. Sie sollten am besten bei einem Tierarzt vorgestellt werden.

Aber wie ist das, wenn der Igel nicht krank wirkt, sondern nur zu klein ist?

Bei milden Außentemperaturen ist es durchaus wahrscheinlich, einen Igel bei der Nahrungssuche anzutreffen. Wiegt der Igel gut über 500g, brauchen wir uns keine Sorgen um ihn zu machen. Wird dieses Gewicht deutlich unterschritten oder es herrschen kalte Witterungsverhältnisse (< 0°C), kann es durchaus sinnvoll sein, ihn in menschlicher Obhut überwintern zu lassen. Dazu benötigt er einen geeigneten Schlafplatz an einem Ort, wo normale Außentemperaturen herrschen (Balkon, Terrasse, Schuppen). Sinkt die Temperatur unter 0°C, schläft der Igel ein. Bis dahin muss er täglich gefüttert werden und auch während des Schlafens sollte immer eine kleine Notration in Form von Trockenfutter angeboten werden. Alle zwei Tage sollte kontrolliert werden, ob frisches Wasser oder Futter benötigt wird.

Geeignetes Futter

  • Dosenfutter für Hunde und Katzen
  • kleingeschnittenes Fleisch (Rind, Schwein, Pferd), am besten durchgegart
  • milder Schnittkäse
  • Quark
  • gekochtes Ei oder Rührei
  • gekochte Hühnerflügel
  • süßes, weiches Obst
  • Rosinen
  • geschälte Nüsse
  • zusätzlich einige Tropfen Pflanzenöl
  • Wasser zum Trinken (KEINE Milch!)

Igel-Schlafplatz

  • zweigeteilte Holzkiste
  • gut isoliert, Schutz vor Witterungseinflüssen
  • Schlafbereich mit Nestmaterial (Laub, Papier, Heu)
  • vorderer Teil für Futter und Wasser

 

Quelle: Pro Igel.eV